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Mut zur Schönheit von Tarek Leitner

Mut zur Schönheit von Tarek Leitner

Streitschrift gegen die Verschandelung Österreichs (Verlag CVB Brandstätter).

Im ersten Kapitel lässt der Autor den anonymen Architekten Klaus S. auf einer „Fahrt ins Grüne“ von Wien ins Salzkammergut reisen. Schon vor dem Haus in Wien beginnen seine Beobachtungen, die er in der Stadt und entlang der Autobahn fortsetzt. Einkaufscenters, standardisierte Autohäuser, die Lärmschutzwände entlang der Autobahn und die überdimensionierten Reklametafeln, Fastfood-Ketten und stillose Imbisstandln etc. fallen ihm auf. Leitner kommt schließlich zur These: „Im Namen der „Wirtschaftlichkeit“ akzeptieren wir vielfach, dass der Raum, in dem wir unser tägliches Leben verbringen, verunstaltet wird. – Eine schöne Umgebung macht uns glücklicher als eine von Bausünden und durch Wirtschaftlichkeitsdenken zerstörte Umwelt“ (Zitat aus dem Klappentext).

Hätten für das Bauwesen in Bad Aussee Verantwortliche dieses Buch gelesen, wäre uns vielleicht die Scheußlichkeit des Autohauses an der Umfahrung erspart geblieben – übrigens ein gelungener Beitrag zur „Verliezen-ung“ von Aussee. Dann wäre vielleicht das Wasserschloss im Jugendstil erhalten geblieben und stünde dort ein Objekt in zeitgemäßem Holzbau. Beispiele gibt es genug (siehe z.B. Holzbaupreis Steiermark oder innovative Holzbauten für Gewerbebetriebe im Bregenzerwald).

Und wenn ich an das Einkaufszentrum über der Traun oder die geplanten Wohnungen auf den Fröhlichgründen denke, kommt mir das Grausen.

Bitte, sehr geehrte Damen und Herren Gemeinderäte, befreit Euch aus den Klauen der Projektentwickler, „Investoren“ und Spekulanten und nehmt das Geschehen wieder selbst in die Hand! Gemeinsam mit guten Beratern ist das zu schaffen. Auch diese Aufforderung an die Politik ist im Buch von Tarek Leitner nachzulesen (Angesichts der Baustelle auf den ehemaligen Kirchengründen ist auch für Grundlsee keine Entwarnung zu geben).

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